Christoph Sieber - Was für ein glück...

Die Corona-Krise ist eine Katastrophe: Menschlich, gesellschaftlich, wirtschaftlich. Aber je länger ich hier in der selbst gewählten Quarantäne sitze, kommen auch andere Gedanken.

Was für ein Glück ist es doch zu leben!


Gerade jetzt wo wir auf so vieles verzichten müssen, sollten wir uns das mal wieder ins Gedächtnis rufen.

Klar, Vieles ist nicht perfekt, Einiges sogar sehr im Argen, aber im Großen und Ganzen haben wir es doch verdammt gut erwischt.

Erst wenn man etwas nicht mehr hat, lernt man es zu schätzen: Im Biergarten zu sitzen, Freunde zu treffen, ins Restaurant zu gehen. Ins Theater. Ins Kabarett. Was für ein Glück es ist, seine Meinung sagen zu dürfen, sich versammeln zu dürfen, sich Sorgen machen zu dürfen, ob das Klopapier wohl reicht. Die Eltern und Großeltern einfach so mal besuchen, ohne Angst zu haben sie mit irgendetwas anzustecken. Und wenn dann ist es halt ein Schnupfen. Aber daran stirbt man ja bekanntlich nicht.

Einfach mal schnell noch etwas einkaufen zu gehen und zu wissen: Vor dem Supermarkt ist keine Schlange und das Regal ist nicht leer. Einfach mal in der Nase popeln, ohne dabei zu denken: Das könnte es gewesen sein.

Was für ein Glück, dass wir noch kein total kaputtgespartes Gesundheitssystem haben wie in Italien oder den USA.

So viele Menschen auf der Welt hätten gerne unsere Sorgen. Für so viele Menschen auf der Welt ist der Ausnahmezustand Normalzustand. Für so viele Menschen ist die Unsicherheit die einzige Konstante.

Was für ein Glück wir doch haben, dass wir Krankenpfleger haben, Ärzte, Altenpfleger, Supermarktkassiererinnen, Bäcker, Müllmänner. Und nicht noch mehr von den Börsenspekulanten, Werbefuzzies und Unternehmensberatern...

Was für ein Glück, dass wir Menschen haben und nicht nur Märkte. Denn eines ist doch jetzt klar geworden: der Markt richtet es halt nicht. Wenn es hart auf hart kommt, sind wir froh einen Staat zu haben, der einspringt, der Kohle locker macht, der rettet. Wenn wir eines lernen können, dann das: die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei. Um die Zukunft zu meistern braucht es ein Miteinander und kein Gegeneinander. Wir brauchen Menschen, die solidarisch sind. Die ihren Kopf hinhalten für andere. Wir brauchen Menschen, die dann zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden und nicht, wenn sie den


größten Nutzen daraus ziehen können. Wir brauchen die Gutmenschen. Der Rest soll am Klopapier ersticken.





16 Ansichten

UNSERE MARKEN

Nielsen Design

Moebe Kopenhagen

The Poster Club

Paper Collective

Leo La Douce

Typealive

Navucko

VNF Handmade

Lakrids by Bülow

Fitz & Huxley

VIEWME DESIGN

Sallstrasse 35

30171 Hannover

hello@viewme.design

0511 219 250 86

ÖFFNUNGSZEITEN

Di – Fr  14.00 - 18.00 Uhr

Sa         11.00 - 14.00 Uhr

Weitere Termine und Beratungen findest du hier

Alles Preise inkl. 16% MwSt. ausgenommen Bücher und Olivenöl mit 5% MwSt. bis Ende 2020

© 2020 by VIEWME.DESIGN

  • Schwarz Google Icon Spielen